Tabou, Taboo

Der österreichische Pavillon an der Biennale von Venedig 2009 zeigte u.a. die Werke von Elke Krystufek. Auf den ersten Blick war ich irritiert, dann amüsiert und interessiert. In einem Interview erklärt sich Krystufek.

Frage: Im Pavillon zeigen Sie keine nackten Frauen, keine Selbstporträts, mit denen Sie bekannt wurden, sondern vor allem Männerakte.
Krystufek: «Darunter sind zwei Männer, die sich umgebracht haben, ein schwules Künstlerpärchen, Pavillon-Architekt Josef Hoffmann mit einer Peniskrawatte und Murnau, über dessen Film ich überhaupt auf „Tabu“ gekommen bin. Ich habe mich immer schon stark mit Körperbildern beschäftigt, mit Männer- und Frauenbildern. So ist es etwa schwierig, in der Kunstgeschichte einen männlichen Akt zu finden, in dem der Dargestellte nicht schwul ist. Eine heterosexuelle Frau, die einen heterosexuellen Mann malt – dafür gibt es fast keine Vorbilder in der Kunstgeschichte. Herlinde Kölbl hat, glaube ich, in den 80er-Jahren ein Buch mit Männerakten gemacht.»

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